Termine BG Hardt

100_5295.jpg

Termine LG 12

zum Gästebuch

Besucher

HeuteHeute2
GesternGestern117
diese Wochediese Woche252
diesen Monatdiesen Monat3425
TotalTotal367586
Wir haben 9 Gäste online
Start Giftköder und was ich tun kann

Giftköder und die Vergiftungserscheinungen beim Hund

Durch die Meldung vom 24.03.2014 sind alle Hundebsitzer aufgerüttelt. Ob nun beabsichtigt, oder aus Gedankenlosigkeit - es gibt dutzende giftige Substanzen  für unsere Hunde in unserer Umwelt.

Mit diesem Beitrag wollen wir für Aufklärung sorgen und Möglichkeiten der Ersten Hilfe beim Tier anfzeigen.

Kurz zurück zum Vorfall am 24.03.2014 in Stutensee-Spöck. Hier berufen wir uns auf den Original-Artikel der "neuen Welle":

24.03.2014
Stutensee: Hundeköder ausgelegt.
Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind Hundehasser unterwegs. In letzter Zeit sind wieder Wurststücke mit Rasierklingen oder anderen scharfen Gegenständen gefunden worden. In Stutensee ist eine Hündin dadurch schwer verletzt worden. Lassen Sie Ihren Hund beim Gassi gehen also an der Leine und melden Sie es sofort der Polizei, wenn sie so einen Hundeköder finden. Quelle "die neue Welle"

25.03.2014

Stutensee: Hund erlitt Vergiftung!

Ein Hundebesitzer musste am Samstag nach einem Spaziergang mit seinem Vierbeiner den Tierarzt aufsuchen. Er war gegen 17 Uhr mit dem Hund am westlichen Ortsrand von Spöck beim Sportplatz unterwegs. Kurz nach seiner Rückkehr zeigte der Hund Vergiftungserscheinungen. Der Tierarzt bestätigte die Einschätzung des Hundehalters, der davon ausging, dass das Tier während des Spaziergangs etwas Giftiges gefressen hatte. Wo genau der Hund etwas Schädliches aufgenommen haben könnte und was er genau zu sich genommen hat, ist nicht mehr nachvollziehbar. Grundsätzlich sollten Hundebesitzer darauf achten, dass ihre Vierbeiner auf Feld und Flur nichts Unkontrolliertes fressen. Um dies besser überwachen zu können, sollten die Tiere an der Leine geführt werden. Quelle "die neue Welle"



So sehen die Meldungen im gesamten Bundesgebiet aus und sie nehmen auch leider immer mehr zu. In unserem Artikel soll es hauptsächlich um die Prophylaxe gehen. Was kann man als Hundebesitzer tun, um nicht in die selbe Situation zu kommen - wie kann ich vorbeugen.

Aber fangen wir am Anfang an. Stellen Sie sich einen Tag wie jeden anderen vor. Nach einem ereignisreichen Tag kommen Sie nach Hause und freuen sich auf eine entspannte und große Gassi runde mit Ihrem vierbeinigen Freund. Ist es doch immer sehr angenehm in der Abendsonne über die Felder und Wiesen zu streifen und genüsslich zu zusehen, wie sich Ihr Hund austobt und mit Ihnen spielt. Das macht den Kopf vom Alltagstress frei. Dann rufen Sie Ihren Hund zu sich...hat er sich doch einige Meter zu weit aus dem gewohnten Radius entfernt. Aber er will einfach nicht kommen und Sie rufen und rufen. Nach kurzem Zögern gehen Sie auf Ihren Hund zu und sehen dass er noch recht intensiv an einer Stelle schnüffelt...nur finden Sie bis zu diesem Zeitpunkt keinen Grund für sein Verhalten. Alles scheint normal und Sie setzten Ihren Weg fort. Zu Hause angekommen scheint auch erst mal noch alles recht normal. Ihr Hund "verkrümelt" sich auf seinen Platz und Sie sind der Meinung dass er sich schön ausgepowert hat. Dann aber nach kurzer Zeit fängt Ihr Hund an sich merkwürdig zu Verhalten... es könnte sein er krümmt sich...hechelt ungewöhnlich und speichelt wie sonst nie. Die Augen wirken panisch, die Pupillen sind extrem geweitet oder extrem verengt...JETZT ist der Zeitpunkt gekommen so schnell wie möglich einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufzusuchen. Die Vergiftungserscheinungen eines Hundes können sich sehr stark unterscheiden und oft kommen mehrere Erscheinungen zusammen. Hier möchten wir Ihnen aufzeigen wie sich diese Erscheinungen im Verhalten Ihres Hundes ausdrücken können und was Sie tun können:

AUSGANGSLAGE

  • der Hund hat vermutlich einen Giftstoff zu sich genommen
  • möglicherweise hat man die Aufnahme des Giftes beobachtet
  • oder Fraßspuren, leere Verpackungen oder geöffnete Behälter mit giftigem Inhalt wurden gefunden, oder ähnliches
  • möglicherweise zeigen sich schon die ersten Symptome
  • bei Verdacht sollte man unter Mitnahme einer Probe (Giftköder, Erbrochenes, Kot) gleich zum Tierarzt
  • umso früher der Tierarzt Gegenmaßnahmen einleiten kann, um so besser sind die Überlebenschancen
  • der Hund ist in großer Gefahr ohne tierärztliche Gegenmaßnahmen zu sterben
  • umso später die tierärztliche Behandlung beginnt um so eher können irreparable Organschäden entstehen
  • HINWEIS: Rattengift kann je nach Dosis, oder auch Rasse (Kleinrassen - Großrassen) sehr zeitversetzt wirken (u.U. erst nach 48 Stunden). Handeln Sie daher sehr schnell sobald sich Anzeichen einer Vergiftung zeigen

VORBEREITUNG UND SELBSTSCHUTZ

  • beruhigend auf den Hund einwirken
  • auch beruhigend auf evtl. andere Personen einreden, Panik hilft niemandem !
  • unüberlegte Maßnahmen von anderen Personen vermeiden
  • Hund anleinen bzw. festbinden
  • wenn der Hund bewusstlos ist in stabile Seitenlage bringen ( siehe Grundwissen
  • falls der Hund sich bereits übergeben hat und ohnmächtig ist, die Atemwege frei halten
  • beim Sichern einer Probe von dem Gift für den Tierarzt wenn möglich Gummihandschuhe anziehen 

WICHTIG : Keine (!) Maulschlinge anlegen !

  • Bei Verdacht auf eine Vergiftung darf keine Maulschlinge angelegt werden.
  • Eine Vergiftung kann zu einem plötzlichen Erbrechen führen bei dem durch die Maulschlinge Erstickungsgefahr droht.

WICHTIG : Kein Erbrechen herbeiführen !

  • Wird durch Manipulationen oder Einflößen von anderen Stoffen versucht den Hund zum Erbrechen zu bringen, besteht die Gefahr die Situation weiter zu verschlimmern
  • Die Atemwege können bei dem geschwächten Tier blockiert werden
  • Es geht wertvolle Zeit verloren!
  • Es ist besser möglichst schnell den Tierarzt aufzusuchen. Der Tierarzt kann gegebenfalls das Tier zum Erbrechen bringen und entsprechende Gegenmittel verabreichen.
  • vorher Proben des Giftes sichern und zum Tierarzt mitnehmen

 SYMPTOME

Vergiftungssymptome können je nach Gift und Konzentration vielfältig und im Einzelfall sehr unterschiedlich stark auftreten z. B. durch:

  • Unruhe
  • Erbrechen, das Erbrochene mit evtl. schaumiger Konsistenz
  • Durchfall
  • unregelmäßiger Herzschlag, deshalb den Herzschlag überwachen - Puls prüfen
  • blasses Zahnfleisch
  • die Atemwege müssen frei sein
  • ungewöhnliche Pupillengröße, entweder stark verengt oder auch erweitert
  • Blut im Urin
  • Blut im Stuhlgang
  • Krämpfe
  • Muskelzittern
  • absinkende Körpertemperatur, Temperatur überwachen
  • Apathie
  • Bewußtlosigkeit

 Hinweise auf eine Vergiftung können sein:

    • Atembeschwerden
    • blasses Zahnfleisch
    • Blut im Urin
    • Blut im Stuhlgang
    • Krämpfe
    • Erbrechen
    • Durchfall
    • Bewußtlosigkeit
    • unregelmäßgier Herzschlag
    • Muskelzittern

HINWEIS: die Giftprobe nicht berühren, evtl. Gummihandschuhe verwenden und die Probe sicher z.B. in einer Plastikfolie oder Tüte einpacken das Verhalten des Tieres weiter beobachten, aber auch bereits Erbrochenes sichern

  • und so schnell wie möglich mit Hund und Giftproben zum Tierarzt

NOTFALLMASSNAHMEN

  • ursächlich gegen die Vergiftung sind keine (!) notfallmedizinische Maßnahmen durch den Ersthelfer möglich
  • der Ersthelfer kann hier nur dafür sorgen, daß der Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt kommt 
  • und die Vitalfunktionen überwachen und das Tier ggf. wiederbeleben

 Unterstützung der tierärztlichen Diagnose und Behandlung

  • eine Probe des Giftes aufsammeln und mit zum Tierarzt mitbringen, sofern möglich
  • wenn möglich den Giftköder in der Auffindesituation mit Umfeld zur Beweissicherung für eine Strafanzeige fotografieren 
  • bei einer Medikamentenaufnahme die Verpackung des Medikaments mitnehmen
  • ggf. Erbrochenes, Kot oder Urin mit zum Tierarzt mitbringen

TRANSPORT ZUM TIERARZT

  • wenn möglich einen Helfer organisieren, herbeirufen oder herwinken, ggf. auch laut um Hilfe rufen
  • vorab mit Tierarzt telefonisch Kontakt aufnehmen
  • sicherstellen daß die Praxis oder Klinik geöffnet hat
  • wenn der Hund gehen kann, sollte man ihn lassen

Was der Tierarzt wissen muss

  • welches Gift wurde aufgenommen, sofern nachvollziehbar
  • ist eine Probe von dem Gift vorhanden
  • wann wurde das Gift aufgenommen
  • welche Verhaltensauffälligkeiten und Symptome zeigt der Hund
  • wieviel von dem Gift wurde aufgenommen

Ordnungsamt bzw. Polizei einschalten

  • Wenn sich der Verdacht auf ausgebrachte Giftstoffe erhärtet hat, schalten Sie unbedingt die Polizei ein. 
  • Neben Haus- und Wildtieren sind möglicherweise auch Kinder gefährdet. 
  • Die Polizei wird die Spuren sichern und die Staatsanwaltschaft einschalten. 
  • Möglicherweise handelt es nicht um eine Einzeltat
  • Hier nun noch einige Bilder zu Giftköbern und deren Beschreibung:
  •      
     Dieser Köder erklärt sich von selbst  Giftköder vermutlich mit Rattengift  auch hier wurde vermutlich Rattengift   eingesetzt  Nägel kommen ebenfalls zum Einsatz
           
    Dieser Köder sieht aus wie ein "Berliner" - für Hunde ein Schmaus mit schrecklichen Folgen Leberwurst versetzt mit Rattengift Mit Tabletten versetzte Giftköder Rattengiftköder